Social Media Marketing – Die richtige Strategie erarbeiten

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Wie beginnt man mit seinem Social Media Marketing (SMM) Plan und wie findet man die richtige Strategie? Jede Aktion auf einer Social Media Plattform sollte im Sinne einer SMM Strategie erfolgen. Genauer gesagt, jeder Like, Post und Share sollte, entlang dieser Strategie, die Unternehmensziele umsetzen. Ein gut durchdachter Plan ist der Grundstein für erfolgreiches Marketing und kann, mit etwas Zeitinvestition, von Jedem erstellt werden.
Mit dieser Anleitung lässt sich ein Social Media Marketing Plan in wenigen Schritten erstellen.

1. Was ist Social Media Marketing?

Social Media Marketing beschreibt Strategien zur Umsetzung von u. a. Unternehmenszielen in den Sozialen Medien durch Schaffung von Werten für den Nutzer1. Die Strategien umfassen das Festlegen von den Nutzergruppen, die Wahl der Plattform, eine definierte Zielsetzung und die Auswahl der dafür erforderlichen Maßnahmen.

Entsprechend dem Social Media Marketing Plan ergeben sich Aufgaben, deren Ziele verifiziert werden und zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden.

2. Social Media Ziele definieren und erkennen

An erster Stelle gilt es realistische Ziele zu definieren. Sind die Ziele zu unrealistische, führen diese von Beginn an zu einem Misserfolg. Zur Orientierung werden die die weiteren Marketing- und Unternehmenszielen herangezogen. Bei optimaler Deckung ergibt sich eine bestmögliche Leadgewinnung mit der daraus resultierenden Generierung von Käufern und Promotern. Unternehmensziele können die Etablierung eines Kundendienstes, Steigerung der Brand Awareness oder auch Absatzzahlen sein. Diese Schwerpunkte, aus denen die Massnahmen zur Umsetzung der Ziele abgeleitet werden, stehen im Vordergrund.

Es bietet sich bei diesem Prozess der Gebrauch der SMART Terminologie von Doran, George T. an2.

  • Specific – Spezifisch
  • Measurable – Messbar
  • Assignable – Annehmbar (im Original Zuweisbar)
  • Realistic – Realistisch
  • Time related – Zeitlich festgelegt

Ein Beispiel:

Auf Facebook werden Beiträge über unsere Unternehmenskultur geteilt. In der Umsetzung werden 2 Beiträge die Woche gepostet, um mindestens 20 Likes und 5 Kommentare zu erhalten.

In Abhängigkeit zu den deklarierten SMM Zielen, ist es ggf. nötig diese Ziele zu spezifizieren. Somit sollten auch Ressourcen, wie Budget, die Definierung der Zielgruppe und Personalaufwand berücksichtigt werden.

3. Social Media Audit erstellen

Ein Social Media Audit gibt Überblick über die eigenen Profile und online Aktivitäten, und setzt sie in Vergleich mit konkurrierenden Webinhalten bzw. Unternehmen.
Hierdurch lässt sich bestimmen auf welchen Portalen das Unternehmen vertreten ist und der dortigen Aktivitäten, den betreuenden Personen und der Zweck­dien­lich­keit.

Eine gute Anleitung zur Erstellung eines Social Media Audits findet sich auf Sproutsocial von Dominique Jackson3 und ein Template steht auf Hootsuite zur Verfügung4.

Social Media Audit erstellen
Social Media Audit Template

4. Neue Accounts erstellen & Bestehende optimieren

Mit den Social Media Audits zeigen sich die für die Zielsetzung relevanten Plattformen und deren aktuellen Stand. Hier zeigt sich ob neue Accounts benötigt werden oder bestehende optimiert werden müssen. Wichtig ist, dass die Profile konsistent aktuelle und korrekte Informationen enthalten. Wert sollte besonders auf die Auswahl der Profilbanner und Profilfotos gelegt werden. Ein häufiger Fehler ist das Fehlen eines Links zur Unternehmerseite, welcher wertvolle Leads generiert5.

5. Inspirationen sammeln

Wer sich auf den unterschiedlichen Social Media Plattformen seine Konkurrenz anschaut, kann Schlüsse auf die eigene Marketing Strategie ziehen. Entscheidend sind die Resonanzen, welche die Konkurrenten mit Beiträgen, Likes und geteilten Inhalten erhalten.

Die Analyse der Interessen von Zielgruppen zeigt, mit welchen Inhalten ihre Aufmerksamkeit geweckt wird. Da die Plattformen verschiedene Reichweiten und Zielgruppen bieten, muss auch dies in der SMM Strategie, sowie der Analyse von Konkurrenz und Kundenverhalten berücksichtigt werden6.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich an marktführenden Unternehmen im Social Media Marketing zu orientieren.
Ein bekanntes Beispiel aus den letzten Jahren ist UBER aus San Francisco. Informationen hierzu finden sich u.a. auf dem Blog von Jeff Bullas.

6. Content planen

Einer der Knackpunkte im Social Media Marketing ist die kontinuirliche Generierung von Inhalten, welche für die Zielgruppe interessant, sowie dem Auftreten des Unternehmens gerecht werden müssen. Durch das Festlegen von Inhaltskriterien für Bilder und Texte, wird eine konstante Qualität der Inhalte gesichert.
Darüber hinaus gilt es die Häufigkeit und Zeitpunkte von Blogposts und die Antwortgeschwindigkeit auf Kundenfragen zu definieren. Auch sind Personen, die die Inhalte erstellen, festzulegen.

Im Sinne von Inbound-Marketing7 Strategien, ist der Mehrwert von Inhalten für die Zielgruppen essentiell, wodurch potenzielle Kunden zu Käufern gemacht werden können. Die größtmögliche Wirkung auf einen potenziellen Kunden zeigt sich, wenn dieser selbst das Unternehmensprodukt auf seinen Profilen promotet.

7. Monitoring

Um den Prozess um eine MMS Strategie evaluieren zu können, ist es nötig die durchgeführten Maßnahmen zu überwachen, auch Social Media Monitoring8 genannt. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion und Änderung in der SMM Strategie, bei Rückgang oder Ausbleiben des Erfolgs.
Die Entwicklung der Conversion Rate, Anzahl der Lead-, Kunden- und Promoterzahlen, sind Indiz für den Erfolg einer MMS Strategie.

1. Wikipedia, Social Media Marketing, 2016
2. Doran, George T., “There’s a S.M.A.R.T. way to write management’s goals and objectives.”, Management Review 70.11 (Nov. 1981): 35. Business Source Corporate.EBSCO, 15 Oktober 2008. Social Media Marketing, 2016
3. Dominique Jackson, “How to Perform a Successful Social Media Audit”, Sproutsocial, 25 April 2016
4. Melanie Dichtl, “Social Media-Audit–Vorlage für Social Media-Manager” , Hootsuite, 30 Oktober 2014
5. Dominique Jackson, “How To Generate Leads Through Social Media” , Sproutsocial, 16 Juli 2015
6. 1&1 Blogpost, “Soziale Netzwerke: Die wichtigsten Social-Media-Plattformen im Überblick” , 1&1, 22 September 2016
7. Wikipedia, “Inbound Marketing”
8. Wikipedia, “Social Media Monitoring”

Foto: //deathtothestockphoto.com